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(you hear it) all the time / Isabelle Kranabetter

Sprach-musikalische Performance

youhearit

© Isabelle Kranabetter

Eine sprach-musikalische Studie über Identität und Absurdität des Dolmetschers als vermeintlich neutrale Randfigur, das Übersetzen im Allgemeinen und im Zusammenspiel von Mensch und Technologie

Unsere Ohren sind heute mehr denn je mit den Klängen fremder Sprachen vertraut. Zugleich erweist sich für ein gegenseitiges Verständnis, aber auch im bürokratischen Kontexten wie Migration und Asyl, das Übersetzen als fundamentale Kulturtechnik. So tritt zu einem klassischen Gespräch, das auf dem Austausch von Informationen beruht, eine dritte Instanz hinzu: der Dolmetscher. Eine unsichtbare Randfigur, scheinbar neutral und unbeteiligt. Aber mit einigen Herausforderungen im Schlepptau.
Was nämlich, wenn die übersetzte Information und das Bild, das wir als Zuschauende von der sprechenden Person haben, mit Eigensinn und Fliehkräften auseinanderdriften?
In einer sprach-musikalischen Inszenierung mit Performer*innen sowie realen Dolmetscher*innen kommen die Fragen nach Identität, Glaubwürdigkeit und immer wieder dem Scheitern angesichts der Tücken einer solchen Dreieckskonstellation auf den Tisch. Das sich ständig wandelnde Spiel mit Realität und Fiktion berührt dabei das Existenzielle der auf der Bühne erzählten Geschichte gleichermaßen wie eine gewisse Komik, die in den Grenzen des Verstehens nistet.

In Englisch, Deutsch, Französisch, Ungarisch, Tamil, Arabisch, Italienisch

Premiere 30. August 2019 | 20 Uhr | Theater im Delphi
Weitere Vorstellungen:
31. August 2019 | 20 Uhr 
Tickets: 13 Euro | 8 Euro (ermäßigt)

theater-im-delphi.de | isabellekranabetter.com

Performer*innen: Meimouna Coffi, Márton Kovács, Manickam Yogeswaran, Jakob Rauber
Konzept und Inszenierung: Isabelle Kranabetter
Kompositionen: Alexander Chernyshkov
Video und Raum: Karolina Serafin
Dramaturgie: Elise Schobeß  
Produktionsleitung: Chris Wohlrab

Eine Kopoduktion mit DNT/Kunstfest Weimar; in Kooperation mit dem Theater im Delphi, TATWERK | Performative Forschung und Collegium Hungaricum Berlin
Gefördert im Rahmen der Einstiegsförderung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Weitere Vorstellung am 4. September 2019 um 20 Uhr, Kunstfest Weimar

www.kunstfest-weimar.de