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ALICES GESCHWISTER / Daniela Lunelli aka MUNSHA

A puppet in the shape of a rabbit, with a clock, in a dark environment

© Anders Bigum

Alices Geschwister erzählt die Geschichte eines klugen und neugierigen Mädchens, dass „anders“ ist und sich nicht gesellschaftlich normierten Paradigmen fügen kann. Dabei dient der Roman Alice im Wunderland von Lewis Carroll als Folie für ein multimediales Gewebe aus Video, Musik, Gesang, Sprache und Schauspiel, das zwischen Skurrilität, Komik und Tragik changiert, nimmt doch bereits der Roman diverse psychische Grenzgänge voraus: Alice redet mit sich selbst, sie unterhält sich mit Tieren, erlebt Sinnestäuschungen und durchlebt verschiedene Abenteuer mit durchaus merkwürdigen und phantastischen Figuren.
Ist sie nur ein überaus fantasievolles Mädchen oder lebt sie an der Grenze zu Borderline-Symptomen und schizophrenen Wahnvorstellungen? In der Neuinterpretation Alices Geschwister stürzt Alice nicht in ein tiefes Kaninchenloch, sondern wird in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Um dem Klinikalltag zu entfliehen, erschafft sich Alice ihre eigene Realität und  kreiert imaginäre Freunde, verdoppelte Ichs, eine Grinsekatze und Lewis Carroll himself.
Alices Geschwister nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine Reise in die wahn-witzige Welt einer psychischen Anstalt und verwebt Original-Zitate aus dem Roman mit Briefen von Patient*innen, eigenen Texten und Songs zu einer skurrilen und tragischen Textur.

Mit: Franziska Marie Gramss, Anne Hoffmann, Daniela Lunelli aka Munsha (Live Musik)
Konzept, Text, Regie, Komposition: Daniela Lunelli aka Munsha
Video, Lichtdesign: Anders Bigum
Kostüme und Charakter Design: Nelson Santos
Dramaturgie, Textbearbeitung, Schauspielregie: Therese Schmidt
Produktionsleitung: Chris Wohlrab
Graphik / Layout: Aurora Kellermann

Premiere: 6. November 2020 | 20 Uhr
Weitere Vorstellungen: 7. und 8. November 2020 | 20 Uhr

Theater im Delphi
Gustav-Adolf-Str. 2
13086 Berlin
theater-im-delphi.de

Eine Produktion in Kooperation mit Theater im DELPHI und TATWERK | Performative Forschung.
Gefördert durch den Senatsverwaltung für Kultur und Europa .
Mit freundlicher Unterstützt von Verein zum Erhalt der Domjüch- ehemalige Landesirrenanstalt e.V.