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LISTENING TO PETER & BEN / Wenzel U. Vöcks

Portrait vom Performer: Closeup mit Plattenspieler

© Jana Kießer

Ein Stuhl. Ein Sänger. Ein Plattenspieler. Mit Kopfhörern erkundet der Sänger die Klänge einer alten Schallplattenaufnahme: Seven Sonnets of Michelangelo. Dieser Liederzyklus war die erste größere Komposition des englischen Komponisten und Pia¬nisten Benjamin Britten für seine große Liebe, den Tenor Peter Pears.

Das Publikum beobachtet den Körper des Sängers während er der Musik lauscht und hört doch selber nichts. Die Nadel wird nochmals auf Anfang zurück gesetzt und der Sänger summt nun manchmal einzelne Fetzen des Gehörten mit. Kurz darauf schließt er den Schallplattenspieler an einen Lautsprecher an. Sänger und Publikum hören gemeinsam. Im Folgenden verändert der Sänger immer wieder einzelne Parameter des Hörens.

Was geschieht mit dem Körper eines Sängers, wenn er hört? Wie lässt sich Gehörtes in Worte fassen und wie lenken diese wiederum das Hören? Wann wird Liebe hörbar?

Mit der knapp vierzigminütigen Performance Listening to Peter & Ben schaffen der Regisseur Wenzel U. Vöcks und der Tenor Daniel Arnaldos, eine Versuchsanordnung, um das Hören als dynamischen Vorgang und die verwendete historische Aufnahme von Britten und Pears als Teil eines akustischen queeren Erbes zu erforschen.

Konzept & Inszenierung Wenzel U. Vöcks
Performance & Gesang Daniel Arnaldos

Eine Produktion von Wenzel U. Vöcks, in Kooperation mit TATWERK | Performative Forschung.
Herzlichen Dank an Pedro Beriso für sein Klavierspiel auf Distanz. Dank an bartmann berlin für die freundliche Unterstützung.
Das in der Performance verwendete Foto von Benjamin Britten und Peter Pears wurde mit freundlicher Genehmigung durch Britten Pears Arts zur Verfügung gestellt.

www.wenzel-u-voecks.com

@ TATWERK
Premiere: 11. September 2020 | 20:30 Uhr

Weitere Vorstellungen:
12. September 2020 | 20:30 Uhr
11. & 12. Dezember 2020 | 20:30 Uhr