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LOS ALEMANES DEL VOLGA

EVENTS
Date: 7. September 2019 20:30

© Wenzel U. Vöcks und Federico Schwindt

Auf einem Tisch Fotos, Landkarten, Dokumente, ein Gesangbuch. Matetee wird im Kreis herumgereicht. Drum herum ein Publikum und wir, als schwules Paar. Federico, ein Argentinier mit wolgadeutschen Wurzeln, der seit fünf Jahren in Berlin lebt und Wenzel, sein Freund (und zukünftiger Ehemann), ein Ostdeutscher, aufgewachsen zwischen den verlassenen Fabriken eines verschwundenen Staates. Gemeinsam begeben wir uns auf die historische Reise von Hessen an die Wolga, auf die andere Seite des Ozeans und wieder zurück nach Berlin. Wir folgen den Spuren der Wolgadeutschen, die im 18. Jahrhundert nach Russland auswanderten und einhundert Jahre später ihren Weg auf dem Amerikanischen Kontinent fortsetzten, immer auf der Suche nach einer 'Heimat', die nie existierte. Die Fragmente sichtend, spüren wir den Geschichten und der Gegenwart unserer Familien nach. Wir suchen Emotionen der Vergangenheit, die wir eventuell heute in uns tragen oder vielmehr leihen wir sie uns für unser zukünftiges Selbst. Eine Investigation, um zu ergründen, was die Erzählungen unser beider Vorfahren möglicherweise teilen, um die Vergangenheit neu zu erfinden und unserer Identität als Paar eine weitere Form zu verleihen.


Performance in deutscher, englischer und spanischer Sprache von Wenzel U. Vöcks und Federico Schwindt

Samstag, den 7. September 2019 | 18 Uhr 20:30
Im Anschluss: Nachgespräch mit Theaterscouting Berlin
Tickets: Sliding Scale 5 - 10€
Reservierungen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Max. 10 Zuschauer*innen

Wenzel U. Vöcks studierte Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der FU Berlin und in Rom. Als Spielleiter und Regieassistent war er an Häusern, wie der Komischen Oper Berlin, dem Teatro alla Scala, der Opera Vlaanderen sowie der Opéra Comique Paris engagiert.Mit der Inszenierung von Händels „Aci, Galatea e Polifemo“ hatte er sein Regiedebut, welches in mehreren Berliner Clubs zu sehen war. Derzeit entwickelt er eine queere Musiktheaterperformance mit Songs von Benjamin Britten.Daneben arbeitet er als Musiktheaterpädagoge an der Staatsoper Berlin.

Federico Schwindt studierte Theaterregie an der UNA Buenos Aires. Seine Karriere begann er in der lebendigen Freien Szenen von Buenos Aires, wo er Stücke von bekannten Autoren (u.a. „Bluthochzeit“ von Federico Garcia Lorca, Teatro del Viejo Palermo) so wie seine eigenen Werke (u.a. „Seguridad“, Teatro El excêntrico de la 18) inszenierte. Seit er seit 2015 in Berlin lebt, widmet er seine künstlerische Arbeit der performativen Recherche und der Inszenierung eigener Stücke (u.a. „Hawaiian Fragments“, Acker Stadt Palast; „Artes Moriendi - Ways of Dying“, PAF Berlin).

 

 

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  • 7. September 2019 20:30

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