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THE RESONANT BODY

WORKSHOPS
Date: 18. Januar 2020 15:00

© Ana Kavalis

Körper, Stimme & Sound Workshop
Ana Kavalis – Performer & Jeff Gburek – Musiker

Der resonante Körper ist ein Körper, der mitschwingt, der sowohl ein physisches als auch ein emotionales Echo in anderen Körpern hinterlässt und in der Lage ist, den sichtbaren und unsichtbaren Raum im gegenwärtigen Moment zu füllen und zu fühlen. Er ist ein Körper, der durch sein Einfühlungsvermögen gegenüber der Außenwelt Raum für Expansion und Gemeinschaft schafft.
In diesem zweiteiligen Workshop untersuchen wir die verschiedenen Beziehungsarten zwischen Körper, Atem, Sprache und Klang. Im ersten Teil Der hörende Körper befassen wir uns mit der Beziehung zwischen Klang und Bewegung. Dabei untersuchen wir unterschiedliche Arten des Zuhörens: zum Inneren unseres Körpers, zum Raum, zu den anderen, zum Klang und zur Stille. Die Idee ist, den Klang als Schwingung zu erleben, als unsichtbare Materie, die durch unseren Körper sichtbar wird. Es geht darum, vom Zuhören zur Verkörperung dessen zu gelangen, was wir als Klang wahrnehmen. Aber was hören wir? Wie nehmen wir Geräusche wahr? Was bedeutet es, Klang zu verkörpern? Wie kann aus einem Körper eine Klanglandschaft werden? Dabei spielt die Beziehung zwischen Performer und Musiker auch eine wichtige Rolle. Um diese Beziehung weiter zu verschaffen, übertragen wir die Praxis des Zuhörens auf die Kommunikation zwischen beiden involvierten. Mit Hilfe der Improvisation als Form des spontanen Schaffens, die Idee ist es, den Dialog zwischen Performer und Musiker zu verfeinern und es in eine Praxis der kollaborativen Arbeit umzusetzen.
Im zweiten Teil Der sprechende Körper setzen wir uns mit der Verbindung zwischen Bewegung, Atmung und Sprache auseinander. Zunächst konzentrieren wir uns auf die Beziehung zwischen Bewegung und Atem. Durch die achtsame Wahrnehmung unseres Atems möchten wir diese Beziehung verstärken und sichtbar machen. Wenn wir den Atem als Energiequelle wahrnehmen, stellen wir fest, dass er unseren Präsenz beeinflussen und verändern kann. Wie kann also die Atmung zu einem kreativen Werkzeug werden? Wie können wir eine Dramaturgie schaffen, die auf unserer Atmung basiert? Um mit unserer Forschung fortzufahren, wenden wir uns einem weiteren Aspekt zu: der Beziehung zwischen Bewegung und Sprache. Wie lässt sich Sprache tanzen? Hier untersuchen wir, wie Sprache und Bewegung mit- oder gegeneinander kommunizieren, wie sie einander bewohnen. Auch die unterschiedlichen Aspekte der Sprache, ihre Klangfülle, Materialität, Resonanz und Bedeutung(slosigkeit), werden dabei körperlich untersucht. Inspiriert von der Absurdität und den poetischen Qualitäten, die sich aus diesem Dialog ergeben, entwickeln wir eigene Sprechkörperdramaturgien.
Für unsere ausführliche Forschung – einzeln und in der Gruppe – benutzen wir verschiedene Techniken und Methoden aus Performance, Tanz und Physischem Theater wie Butoh-Tanz, Stimmarbeit, Improvisation and somatische Praktiken.
Diese Arbeit ist offen für alle Interessierten, für Performer*innen, Tänzer*innen, Schauspieler*innen und Musiker*innen und für jede/n, die/der sich dem Körper als einem poetischen Resonanzorganismus nähern möchte.
Der Workshop findet auf Englisch und Deutsch statt.

WER: Ana Kavalis und Jeff Gburek
WANN: 18. Januar 2019 | 15 - 10 Uhr & 19. Januar 2019 | 10 - 15 Uhr
PREIS: 140€ | 120€ Early bird bis 1. Januar + Studenten und Hartz IV Empfänger*innen
SPRACHE: English / Deutsch
INFOS & ANMELDUNGEN: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Im Havanna, Cuba geboren, Ana Kavalis ist eine Performerin, Tänzerin, Schauspielerin und Pädagogin, die seit 2004 Berlin zu ihrem Heimatort gemacht hat. Ihr künstlerischer Werdegang zeichnet sich durch die Überlappung und Überschreitung der Grenzen zwischen physischem Theater, Tanz und Performance, das Experimentieren mit neuen Formen des Dialogs und des Austauschs mit dem Publikum sowie die ständige Infragestellung der Identität. In Kuba studierte sie modernen Tanz bei Lehrern wie Tangin Fong und Manolo Vasquez. 1996 wanderte sie nach Montevideo in Uruguay aus. Sie studiert Schauspiel an der Escuela multidisciplinaria de arte dramático (E.M.A.D.) mit Abschluss im Jahr 2000. 2001 geht sie nach Sao Paulo, Brasilien, um die von Antunes Filho entwickelte Schauspielmethode am CPT (Recherche Theater Zentrum) zu studieren.
In Berlin arbeitete sie als freie Künstlerin mit verschiedenen Theater- und Tanzgruppen aus der freien Szene zusammen. Dort begegnet sie der Gruppe Djalma Primordial Science, mit der sie dann drei Jahren zusammengearbeitet hat. Diese intensive Zeit spielte eine wichtige Rolle in ihrer Entwicklung als solo Performance Künstlerin. Seit 2006 entwickelt sie mehrere Solo Stücke u.a „Eurydike – eine Anatomie des Schattens“ (2006/2007), „Penthesilea“ (2009), „Lilith im Spiegel“ (2010/2011), „Das Meer hinter der Mauer“ (2012), „Qui se cache dans ce Corps?“ (2016/2017). Ihre letzte Arbeit „Somehow standing“ in der Zusammenarbeit mit dem Musiker Jeff Gburek feierte ihre Premiere im TATWERK Berlin im Rahmen des PAF Premiere.
www.anakavalis.com

Jeff Gburek is a multi-instrumentalist, sound designer & composer who has performed throughout Europe and the USA. He uses prepared guitar, radios, magnetic field antennae, theremin, manipulation of organic objects, sound automatons & special microphones to bridge formal music & environmental sound sources, bringing multiple dimensions of sound into consciousness. For 10 years, Jeff Gburek provided live sound for the dance theater (butoh) company known as Djalma Primordial Science, in which capacity he traveled to Japan, Indonesia and widely in Western Europe and the United States of America, & once even to Mexico. He was given artistic visa to live in Berlin, earned scholarships and residencies as solo artist in Darmstadt, Amsterdam's STEIM, Denmark (Odin Teatret), Le Bains Collective in Bruxelles and has performed at Les Instants Chavires & Les Voutes (Paris), Ausland, Kule & Exploratorium (Berlin), Museum of Contemporary Art, Strasbourg, Nantes & Alchemia (Krakow), MOZG, Plan B (Warsaw), Łasnia (Gdansk), Museum of Contemporary Art, Torun and in Bilbao, Spain at the Contemporary Art Museum. Jeff Gburek also performed as soloist and in ad hoc groups at the Ad Libitem Festival (Warsaw), FRIV & FRIV MOVE (Poznan), Experyment Festival (Zbaszyn, Poland). With the dance theater project Djalma Primordial Science, Jeff Gburek performed at festivals in Potsdam, Germany, Postfurhhamt, Hau Drei, 48 Stunden, Karmanoia Theater (Berlin), Odin Teatret (Hostelbro, Denmark), Illuseum and 308klub in Amsterdam, in Lyon and in Rodez, France & the chapel of the asylum where Antonin Artaud lived during the Second World War. Jeff's work has appeared on labels such as Nur Nicht Nur, Aural Terrains, Absurd,Herbal Records, Triple Bath, Foxy Digitalis,NOT, Spectropol, Plus Timbre and his most frequent collaborations are those with Tetuzi Akiyama, Karolina Ossowksa, Marjorie Van Halteren, Hubert Wińcyzk and Filippo Panichi.
soundcloud.com/jeff-gburek
jeffgburekprojects.bandcamp.com/

 

 

All Dates


  • 18. Januar 2020 15:00
  • 19. Januar 2020 10:00

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