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Mudai (No Title)

  • Saga Kobayashi
  • 18. Juni 2020
  • TATWERK | Berlin

Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Vorstellung entfallen

Schwarzweiß-Fotografie einer Tänzerin mit Maske, Sonnenbrille und Hosenanzug in Pose © Tomoko Kosugi

Butoh hat sich über die ganze Welt verbreitet und es wurden viele Kenntnisse gewonnen und Theorien darüber aufgestellt, sogar Butoh-Fu (Butoh-Choreographie-Notation) begann sich zu verbreiten. Aber es haben sich leider auch viele Stereotypen entwickelt. Das Stück "Mudai (no-title)" will solche Stereotypen ausräumen und fordert, dass jede*r Zuschauer*in dem Stück mit nackten Augen gegenübersteht. Die Körperwahrnehmung des Tänzers soll aus der unbewussten Ebene direkt mit dem Körper des Publikums in Resonanz treten. Wie man sieht, fühlt, sich vorstellt, wahrnimmt oder widersteht, liebt oder hasst, verleugnet... alles hängt von jedem Publikum ab. Der Tänzer wird alle Reaktionen akzeptieren. Das bedeutet gleichzeitig, dass auch das Publikum herausgefordert und getestet wird.
Butoh von Grund auf neu zu hinterfragen, ist der starke Wunsch und das Thema von Saga Kobayashi, die sich seit 1968, seit der Begegnung mit Tatsumi Hijikata, über ein halbes Jahrhundert mit Butoh beschäftigt, und sie wird herausgefordert, sich mit ihren eigenen Stereotypen und Spuren zu konfrontieren, die sich in ihr selbst entwickelt haben und zu Gewohnheitsmustern geworden sind. Dies ist eine extrem schwierige und gefährliche Herausforderung, und sie möchte alle Arten von Absichten und Komplotten ausschalten und die universelle Essenz des Menschen hervortreten lassen.

Termine

Donnerstag, 18. Juni 2020

20:30 Uhr

TATWERK | Berlin

Mitwirkende

Saga Kobayashi

Biographie

Saga Kobayashi wurde 1946 in Mie, Japan, geboren. Nachdem sie in Nagoya modernen Tanz studiert hat, begann sie 1969, bei Tatsumi Hijikata Butoh zu lernen. Sie wurde zu einem der Hauptmitglieder von Hijikatas choreografischen Arbeiten und trat in vielen seiner Werke von Ende der 1960er bis Anfang der 1970er Jahre auf.
Sie spielte eine wichtige Rolle bei der Etablierung von Hijikatas Butoh in den 1970er Jahren, indem sie in seinem wichtigen Werk "Twenty-Seven Nights for Four Seasons" mitwirkte, das als Höhepunkt von Hijikatas Butoh bezeichnet wird. 1983 ging sie mit Yoko Ashikawa auf Europatournee, um das von Tatsumi Hijikata choreographierte Stück zu zeigen.
Danach machte sie sich selbstständig und gründete die Butoh-Company Comet Club. Neben ihren eigenen Performances arbeitet sie in einem breiten Spektrum an Aktivitäten außerhalb des Genres, z.B. mit Musik, Video und Theater. Sie arbeitet auch mit dem Tatsumi Hijikata Archivs am Keio University Art Center zusammen und hält Vorträge und Workshops an verschiedenen Universitäten für Kunst und Theater.
Kürzlich begann sie die "Butoh AURA Serie", auf der Suche nach der Grenze des menschlichen Bewusstseins und Unbewusstseins mit dem Text Aura Hysterica.

kobayashi-saga.holy.jp