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DobiArtEventi 2016

  • Diverse
  • 16. April 2016
  • TATWERK | Berlin

Künstlerische Intervention im öffentlichen Raum zur traumatischen Erinnerung von Frediano Bortolotti
aus dem Buch von Silvano Cosolo »Berlino e Dintorni«

Schwarzweiß-Fotografie mit Hand und Teller © Frediano Bortolotti

Künstlerische Intervention

Frediano Bortolotti

Die künstlerische Aktion besteht darin, eine Aschenurne, die aus einem Nazi-Lager stammt und in das damals so genannte Adriatische Küstenland geschickt wurde, an den Absender zurückzugeben.

Die Region Friaul-Julisch Venetien war zusammen mit Slowenien und Istrien vom 10. September 1943 bis Anfang Mai 1945 das Adriatische Küstenland. Die Bewohner dieser Gebiete waren echte Bürger des Deutschen Reiches.
Silvano Cosolo schrieb in seinem Buch »Berlino e Dintorni« über eine Episode, die eine greifbare Bedeutung des damaligen Bürgerdaseins im Nazi-Deutschland aufkommen lässt: Urnen mit Asche von Angehörigen, die während der »Arbeit im Ausland« an »Unfall oder Krankheit« starben, wurden direkt nach Hause geschickt. Dieses »Privileg« betraf nicht die Bürger der Republik Salò und diejenigen, die in anderen von den Nazis besetzten Territorien lebten.

In Berlin-Wittenau befand sich das Italiener-Lager, in dem Cosolo zusammen mit anderen Mitbürgern von ihm bis zum Kriegsende eingesperrt war.
Die Urne wird an diesen Ort zurückgebracht.

Performance & Konzert

Karasevdah: Variation (2016)

A/V Performance

Sevdah is a musical genre from Bosnia and Herzegovina, beautiful tapestry interwoven with love songs, songs of longing, unrequited love and love sickness. Black bile, in greek melaina chole (µέλαινα χολή), is a body humour that provokes feelings of sadness when dominant in human body. Transposed in arabic, becomes سَوْدَاء ‎sawdāʾ; in turkish, it is sevda - meaning love; in portuguese saudade - feeling of missing someone. Sevdah travelled first with arabic, then Ottoman conquest to clash with south slavic culture of Balkans, settling in Bosnia. And there grows the fertile fruit of sevdah, sad, yet poignant music. Meanwhile, kara in turkish means black.

The Outspace Tunes of Gullidanda & Al Sagor

Andrea Gulli, Giorgio Pacorig

Organ and synthesizer show meets technoid rhythms and noisey soundscapes. Classically trained jazz pianist Giorgio Pacorig together with electronic musician Andrea Gulli deliver psychedelic tunes halfway between leftfield dance and electroacoustic improvisation.
Andrea Gulli - laptop, tapes, analogue synthesizer
Giorgio Pacorig - Korg MS20, organ, devices

DobiArtEventi (DAE) ist ein internationales Multimedia-Kunst- und Musikfestival. Performances, Konzerte, ortsspezifische Installationen, Interventionen im öffentlichen Raum, eine Ausstellung von Bild- und Videokunst sind die verschiedenen künstlerischen Sprachen, aus denen es sich zusammensetzt.
Anders als die bisherigen Ausgaben, die immer in der Zentrale von Bilabial (dem Verein, der DAE organisiert) während einer Sommerwoche präsentiert wurden, finden die einzelnen Veranstaltungen in diesem Jahr an vielen Orten rund um die italienische Region Friaul-Julisch Venetien, in Berlin (TATWERK) und Slowenien (Marino) über einen Monat lang statt.

Mitwirkende

Das Dobialab Kollektiv sind

Paolo Pascolo (curator)
Enrico Giletti (technician)
Francesco Scarel (video/photo operator)

Termine

16. April 2016
12:00 Uhr | Künstlerische Intervention
Ex Italiener Lager - Berlin Wittenau
Treffpunkt: U8 - Karl Bonhoeffer Nervenklinik, Oranienburger Straße

19:00 Uhr | Perfomance & Konzert
TATWERK | Berlin