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physical prospects

  • Nora Tormann
  • VERSCHOBEN!
  • Parkhaus Neuköllner Arcaden | Berlin
Stripped Works
Eine Person liegt auf einer hellen Fläche aus organischem Material - Moos. Die Person ist von abgwandt, stützt sich mit den Händen etwas hoch und hält den Kopf gesenkt. Die Person trägt eine helle Hose und ein kurzärmliges Shirt aus Luftpolsterfolie. Der Hintergrund ist schwarz. © Louisa Boeszoermeny

Eine Landschaft aus Körper, Moos, Beton. Die Landschaft ruht. Gerät dann langsam in Bewegung:
Ein Knacken, als würde plötzlich die Oberfläche einer stillen Landschaft aufbrechen, weil das Brodeln darunter sich seine Bahnen sucht. Risse verdichten sich, verformen die Landschaft, erwecken sie zum Leben – zerstören sie.

physical prospects verweilt an diesem Ort des Auseinanderbröseln, des Zerfalls: in den sich öffnenden Zwischenräumen spürt es der Gewalt des Anthropozäns nach. Queere Perspektiven auf Trauer und Wut setzen in physical prospects die eigene Zerbrechlichkeit als widerständigen Ankerpunkt. Wie kann sich so eine Widerständigkeit aussehen, wie fühlt sie sich an, wie materialisiert sie sich?

physical prospects entfaltet sich zwischen einem Körpern, Moos und einer weiten Beton-Landschaft. Die Choreographie bringt nicht nur den Körper in Bewegung, sondern auch die Materialien, sodass zu weilen die ganze Landschaft im Wandel ist. Mal löst sich der Körper hinaus, ist mit der eigenen Verletzlichkeit und der Wut konfrontiert. Und dennoch bleibt der Körper Teil der Dynamik: unter den Händen zerfällt die Landschaft oder zerbricht unter dessen Gewicht. Es bleibt nichts, außer die Landschaft zu bezeugen, wenn sie auseinanderfällt. Der choreographische Dialog zwischen Körper und Landschaft sucht nach Möglichkeiten die Verletzlichkeit und die Wut zusammen auszuhalten und damit einen Gegenentwurf zu manifestieren.

Eine Produktion von Nora Tormann
Die Wiederaufnahme wird vom TATWERK I Performative Forschung produziert.
Unterstützt durch das Nationales Perfomance Netz – stepping out, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative Neustadtkultur. Hilfsprogramm Tanz.

Termine

Im Rahmen von PAF - Performing Arts Festival Berlin

26. - 27. - 28. Mai 2022 | 22 Uhr

Parkhaus Neuköllner Arcaden
Karl-Marx-Straße 66
12043 Berlin

Eintritt
12 € | 7 € Ermäßigt
Tickets

Am 26. Mai um 21:15 Uhr: »Tuning In – Sound-Meditation zu physical prospects« von Theaterscoutings Berlin

Mitwirkende

Choreographie & Performance: Nora Tormann
Bühnenbild: Helena Rauch
Sounddesign: Zofía Tomzcyk
Lichtdesign: Raquel Rosildete
Choreographsiche Assistenz:
 Soroa Lear
Künstlerische Assistenz: Elsa Mencagli
Mentoring: Sigal Zouk
Produktionsleitung: Chris Wohlrab
Pressearbeit: Anita Goß
Öffentlichkeitsarbeit: Aurora Kellermann
Photo: Louisa Boeszoermeny
Videodokumentation: Svenja Simone Schulte
Grafik: Ksenia Apresian
Tontechnik: Antto Logy
Technische
Assistenz:
 Emilio Cordero Checa

Biographie

Nora Tormann arbeitet mit Performance, Choreographie und Text. Noras neuste Arbeit TURN – Kartographie einer Bewegung wird als choreographischer Audiowalk im April 2022 Premiere feiern. Zuvor entstanden physical prospects (ACUD Theater Berlin, 2021 – und 2022 im Programm der Szene des Performing Arts Festivals zu sehen) und das Solo what remains washes away (Celestial Bodies Performing Arts Festival Reykjavík, 2019).
Als Tanz-Dramaturg:in arbeitete Nora seit 2019 u.a. mit dem Tanz-Kollektiv „Grupo Oito“, der Performance-Kompanie für junges Publikum „in back“ und Solo-Küstler:innen zusammen. Nora ist Co-Gründer:in von CELESTIAL BODIES, einer europaweiten Plattform für Künstler:innen.
Nora hat einen Master in Darstellender Kunst (2019 in Reykjavík) und einen Bachelor mit Schwerpunkt auf politische Theorie, Gender Studies und Soziologie (2016 in Maastricht und Guadalajara) abgeschlossen.
www.noratormann.com