Tanz-Residenz im TATWERK und im Volkspark Hasenheide
Das Residenzprogramm UNKNOWN GEOGRAPHIES fokussiert somatische und choreografische Praktiken in Konversation mit dem öffentlichen Raum und städtischer Ökologie. Arbeitsort während der Residenz ist sowohl der Volkspark Hasenheide als auch das Studio im TATWERK, so dass die körperlichen Dimensionen des urbanen Raums tiefgreifend untersucht werden können. Der kuratorische Fokus von UNKNOWN GEOGRAPHIES liegt auf somatischen und choreografischen Praktiken, die Umwelt, Gemeinschaft und Nachbarschaft mit posthumanistischen Erkenntnissen und inklusiven Konzepten von Handlungsfähigkeit verknüpfen. Wir suchen nach Recherchen und Projekten, die sowohl ökologisch nachhaltig als auch sozial gerecht sind und die Vielfalt menschlicher und nichtmenschlicher Erfahrungen und Ausdrucksformen wertschätzen und fördern.
Künstler*innen sind eingeladen, Residenzvorhaben einzureichen, die den lokalen Kontext des Volksparks Hasenheide – insbesondere Landschaften und/oder Gemeinschaften – zentrieren und sich, gemäß eigener künstlerischer Praxis und Interessen, auf konkrete Aspekte der „unbekannten Geografien“ konzentrieren. UNKNOWN GEOGRAPHIES ist eine Residenz für künstlerische Forschung und nicht für die Produktion oder Adaption von Inszenierungen. Entlastet von dem Druck „produzieren zu müssen“, können Künstler*innen neue Arbeitsweisen erforschen oder bereits erprobte Praktiken vertiefen, festigen oder verwerfen.
Residenzzeitraum: 06. bis 31. Juli 2026
Wen wir suchen
- Einzelkünstler*innen oder Künstler*innengruppen von maximal 4 Personen
- Künstler*innen mit Arbeits- und Lebensmittelpunkt in Berlin (eine Berliner Meldeadresse ist notwendig)
- Künstler*innen mit Arbeitsschwerpunkt im Tanz
- Künstler*innen mit Forschungsinteresse am öffentlichen Raum, urbanen Grünflächen und der Beziehung zwischen Mensch und Natur als auch den Machtverhältnissen innerhalb des Stadtgeflechtes
- vorzugsweise Künstler*innen, die noch nicht mit dem TATWERK zusammengearbeitet, aber Interesse an einer nachhaltigen Beziehung mit dem TATWERK haben
- vorzugsweise Künstler*innen, die aufgrund von Diskriminierung meist von Förderungen ausgeschlossen sind
Künstler*innen, die zum Zeitpunkt der Residenz an einer Hochschule eingeschrieben sind, können sich leider nicht bewerben. (Dies betrifft auch PhD-Kanditat*innen.)
Was wir bieten
- Stipendium in Höhe von 2000 € pro Künstler*in für den gesamten Residenzzeitraum
- Zugang zum Studio des TATWERK (3 Wochen: 13. bis 31. Juli)
- Kick-Off Spaziergang in der Hasenheide sowie regelmäßiges Mentoring und dramaturgische Beratung durch das kuratorische Team
- Verknüpfung mit den Netzwerken des TATWERK für die Fortsetzung der Recherche bzw. der Produktion
- einmalige professionelle Foto- und Videodokumentation der Residenz zur weiteren Nutzung
Wie wir auswählen
Die Auswahl der Künstler*in bzw. Künstler*innengruppe für die Residenz wird vom kuratorischen Team, Aurora Kellermann und Aru Ray Tormann, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Initiativen getroffen, die im Volkspark Hasenheide aktiv sind.
Die wichtigsten Auswahlkriterien sind:
- Übereinstimmung mit dem Forschungsschwerpunkt von UNKOWN GEOGRAPHIES
- künstlerisches Konzept zur Umsetzung des vorgeschlagenen Forschungsprojekt und realistische Darstellung der eigenen Kompetenz die beschriebenen Fragestellungen zu bearbeiten
- Relevanz für die lokalen Gemeinschaften
- Durchführbarkeit des Konzepts
- Ressourcenbewusstsein
Nach Sichtung und Auswertung aller Bewerbungen wählen wir ein bis zwei Forschungsprojekte aus, um insgesamt bis zu vier Künstler*innen eine Residenz zu ermöglichen. Im Falle zweier parallel stattfindender Residenzen wird das Studio im TATWERK von den Gruppen geteilt. Gerne unterstützen wir den Prozess, gute Absprachen für die geteilte Studionutzung zu treffen.
Checkliste
- alle Künstler*innen verorten ihre Arbeit im Tanz
- alle Künstler*innen leben und arbeiten in Berlin und sind in Berlin gemeldet
- keine der Künstler*innen ist aktuell an einer Uni eingeschrieben
- Verfügbarkeit während des gesamten Residenzzeitraums
Für die Auswahl werden nur vollständige Bewerbungen berücksichtigt.
Bewerbungsschluss: 15. Februar 2026
Fragen zur Bewerbung gerne an: aru@tatwerk-berlin.de
Alle Künstler*innen erhalten bis Mitte März eine Rückmeldung, ob sie für die Residenz ausgewählt wurden.
Bewerbung
Grafik von Aurora Kellermann basierend auf einer Vectordatei von vecteezy.com.
Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin.
