Tanz-Residenz im TATWERK und in der Hasenheide
Das Residenzprogramm UNKNOWN GEOGRAPHIES fokussiert somatische und choreografische Praktiken in Konversation mit dem öffentlichen Raum und der Natur. Arbeitsort während der Residenz ist sowohl der Volkspark Hasenheide als auch das Studio im TATWERK, sodass die körperlichen Dimensionen des urbanen Raums tiefgreifend untersucht werden können. Der kuratorische Fokus von UNKNOWN GEOGRAPHIES liegt auf somatischen und choreografischen Praktiken, die städtische Ökologie mit posthumanistischen Erkenntnissen und inklusiven Konzepten von Handlungsfähigkeit verknüpfen und beispielsweise Geografien von Bewegung, Klang, menschlicher und nicht-menschlicher Narration vertiefen. Somit werden Recherchen und Projekte adressiert, die sowohl ökologisch nachhaltig, als auch sozial gerecht sind und die Vielfalt menschlicher und nicht-menschlicher Erfahrungen und Ausdrucksformen wertschätzen und fördern.
Abhängig von der eigenen Praxis und Interessen, können die Residenzkünstler*innen sich auf unterschiedliche Aspekte der »unbekannten Geografien« konzentrieren. Während der Residenz können die Künstler*innen selbstgewählt jeden Aspekt des Parks erforschen und den lokalen Kontext – insbesondere Landschaften und/oder Gemeinschaften – einbeziehen. UNKNOWN GEOGRAPHIES unterstützt Künstler*innen, die choreografische und somatische Forschungsansätze in Bezug zu Umwelt, Gemeinschaft und Nachbarschaft setzen und die sich auf die Suche nach neuen Perspektiven auf unsere Umgebung begeben. Entlastet von dem Druck »produzieren zu müssen«, können die Künstler*innen während der Residenzzeit erprobte Praktiken weiter vertiefen und festigen oder neue verfolgen Praktiken erforschen.
Residenzzeitraum: 07. Juli bis 01. August 2025
Wen wir suchen
- Einzelkünstler*innen oder Künstler*innengruppen von maximal 4 Personen
- Künstler*innen mit Arbeits- und Lebensmittelpunkt in Berlin
- Künstler*innen mit Arbeitsschwerpunkt im Tanz
- Künstler*innen mit Forschungsinteresse am öffentlichen Raum, urbanen Grünflächen und der Beziehung zwischen Mensch und Natur als auch den Machtverhältnissen innerhalb des Stadtgeflechtes
- vorzugsweise Künstler*innen, die noch nicht mit dem TATWERK zusammengearbeitet aber Interesse an einer nachhaltigen Beziehung mit dem TATWERK haben
- vorzugsweise Künstler*innen, die aufgrund von Diskriminierung meist von Förderungen ausgeschlossen sind
Künstler*innen, die zum Zeitpunkt der Residenz an einer Hochschule eingeschrieben sind, können sich leider nicht bewerben.
Was wir bieten
- Stipendium in Höhe von 2000 € pro Künstler*in für den gesamten Residenzzeitraum
- Zugang zum Studio des TATWERK (3 Wochen: 14. Juli bis 01. August)
- Kick-Off Spaziergang in der Hasenheide (7. Juli) sowie regelmäßiges Mentoring und dramaturgische Beratung durch das kuratorische Team
- Verknüpfung mit den Netzwerken des TATWERK für die Fortsetzung der Recherche bzw. der Produktion
- einmalige professionelle Foto- und Videodokumentation der Residenz zur weiteren Nutzung
Wie wir auswählen
Die Auswahl der Residenz-Künstler*in bzw. Künstler*innengruppe wird vom kuratorischen Team der Residenz, Aurora Kellermann und Aru Ray Tormann in Zusammenarbeit mit verschiedenen Initiativen getroffen, die im Volkspark Hasenheide aktiv sind.
Die wichtigsten Auswahlkriterien sind:
- Übereinstimmung mit dem Forschungsschwerpunkt von UNKOWN GEOGRAPHIES
- künstlerisches Konzept zur Umsetzung des vorgeschlagenen Forschungsprojekt und realistische Darstellung der eigenen Kompetenz die beschriebenen Fragestellungen zu bearbeiten
- Relevanz für die lokalen Gemeinschaften
- Durchführbarkeit des Konzepts
- Ressourcenbewusstsein
Je nach Lage der Bewerbungen, vergeben wir ein bis zwei Residenzen, um insgesamt bis zu vier Künstler*innen eine Residenz zu ermöglichen. Im Falle von zwei parallel stattfindenden Residenzen, wird das Studio im TATWERK von den Gruppen geteilt. Gerne unterstützen wir bei den Absprachen für die gemeinsame Studionutzung.
Checkliste
- alle Künstler*innen verorten ihre Arbeit im Tanz
- alle Künstler*innen leben und arbeiten in Berlin (sind in Berlin gemeldet?)
- keine der Künstler*innen ist aktuell an einer Uni eingeschrieben
- Verfügbarkeit während des vollständigen Residenzzeitraums
Bewerbungsschluss: 17. April 2025
Alle Künstler*innen erhalten bis Ende Mai Rückmeldung, ob sie für die Residenz ausgewählt wurden.
Bewerbung
Grafik von Aurora Kellermann basierend auf einer Vectordatei von vecteezy.com.
Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin.